Ob Smartphone, PC oder Laptop – in den Tiroler Computerias können SeniorInnen gemeinsam mit Ehrenamtlichen in die digitale Welt eintauchen. 2012 vom Land Tirol ins Leben gerufen, gibt es diese Lern- und Begegnungsorte mittlerweile an über 35 Standorten in Tirol. Gestern, Dienstag, wurde die Tiroler Bildungsinitiative seitens des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz zum österreichweiten „Good Practice Modell“ im Bereich der SeniorInnenbildung gekürt. Ausgezeichnet wurde auch das ergänzende Projekt „Tableteria“ des Katholischen Bildungswerks Tirol.

„Die Computerias sind wichtige Zentren der Freiwilligenarbeit, des Bürgerengagements und des Austausches zwischen den Generationen. Alt und Jung entdecken gemeinsam die vielfältigen Möglichkeiten der neuen Technologien und tauschen sich aus“, freut sich Seniorenlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf über die Auszeichnung und betont: „Im Alter Neues zu erlernen, hält nicht nur geistig fit, sondern fördert auch die Lebensqualität. Insbesondere der sichere Umgang mit den modernen Technologien, der heute so wichtig und unverzichtbar geworden ist, gibt den Seniorinnen und Senioren – nach dem Motto ‚Mittendrin statt nur dabei‘ – die Möglichkeit an der modernen Gesellschaft teilzuhaben“.

Breites Erfolgsprojekt in den Tiroler Gemeinden

Die Generationentreffs gibt es bereits in allen Tiroler Bezirken, weitere Einrichtungen sind laufend geplant. „Das Generationenprojekt des Landes wird sehr gut angenommen. Insbesondere Gemeinden können damit einen wesentlichen Akzent in ihrer Seniorenpolitik setzen“, ergänzt LRin Zoller-Frischauf. Mit über 300 Ehrenamtlichen ist das Netzwerk Computeria Tirol eines der größten Freiwilligenprojekte des Bundeslandes. Schon im Jahr 2014 wurde die Tiroler Bildungsinitiative zum österreichweiten „Good Practice Modell“ gekürt. Die Computeria Landeck durfte sich 2018 für das freiwillige Engagement Jugendlicher sogar über den „Sonderpreis Generationendialog“ des Bundesministeriums für Familien und Jugend freuen.

Auch Projekt „Tableteria“ ausgezeichnet

Neben dem Computeria-Projekt wurde auch das Tabletprojekt des Katholischen Bildungswerks ausgezeichnet, bei denen ältere Generationen den Umgang mit Tablets erlernen. „Im April 2017 gab es die ersten öffentlichen Tabletkurse für Seniorinnen und Senioren. Bis zum gestrigen Tag der Auszeichnung haben tirolweit jeweils über 30 Schnuppertreffen und Einsteigerkurse für ältere Menschen mit über 880 Teilnehmenden stattgefunden“, informiert Angelika Stegmayr, Leiterin des Katholischen Bildungswerks Tirol. Die Tableteria-Kurse werden finanziell von der Landesabteilung für Gesellschaft und Arbeit unterstützt.

 

Foto und Text: Jakob Kathrein/Land Tirol