Das gute Miteinander der Generationen ist ein erklärtes Ziel der Gesellschaftspolitik in Tirol. Damit dieses auch erreicht werden kann, braucht es Dialoge, Plattformen, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. Um die verschiedenen Altersgruppen zusammenzuführen, finden am 17. November 2017 im Anschluss an die 20. SeniorInnenenquete zum Thema „Glück und Zufriedenheit – was macht ein gutes Leben aus?“ Generationengespräche statt.

Ziel ist es, Alt und Jung miteinander in ein konstruktives Gespräch zu bringen. Es geht darum, die Beteiligten zu Wort kommen zu lassen und ihnen so die Mitwirkung zu ermöglichen. In Gesprächen wird gemeinsames Wissen ausgetauscht, um neue Perspektiven, Denkweisen und Handlungsoptionen zu entwickeln. SchülerInnen, StudentInnen, Jugendliche,  und Interessierte sind zu diesem „Generationendialog“ herzlich eingeladen. Vorbild der Generationengespräche ist das Muster des „World Cafe“, bei dem in kleinen Runden Alt und Jung die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch geben wird.

Den Generationengesprächen geht ein Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Schmid voraus, der über das Thema „Gelassenheit – Was wir gewinnen, wenn wir älter werden.“ referieren wird. Das individuelle Lebensglück ergibt sich laut Hauptreferent und Bestsellerautor Wilhelm Schmid im Wesentlichen nicht daraus, dass man vorübergehend „Glück hat“, d. h. zufällig oberflächliche Vorteile erlangt: „Glücklich wird man vielmehr dadurch, dass man seine realen Möglichkeiten erkennt und unter diesen selbstbestimmt und klug wählt.“ Dies bezeichnet Schmid als das „aristotelische Element“ (s. Aristoteles) der Lebenskunst. Die individuelle Lebensgestaltung müsse selbstgesetzten Ansprüchen genügen, die sich im Laufe des Lebens verändern.

Dieses Jahr beteiligen sich das MCI – Management Center Innsbruck, die SOB – Schule für Sozialbetreuungsberufe, die fhg – Fachhochschule Gesundheit (Studiengang Ergotherapie), die PHT – Pädagogische Hochschule Tirol sowie das AZW – Ausbildungszentrum West an den Generationengesprächen. Auch weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer – egal ob Alt oder Jung – sind dazu aufgefordert an den Generationengesprächen und der Enquete teilzunehmen. Insgesamt stehen 40 Stehtische für die Gespräche zur Verfügung.

Fotos: Wucherer/Land Tirol